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Logopädische Praxis Thies Schleiden | Wetter (Ruhr)

STOTTERN

Gemeinsam Stottern - gemeinsam wachsen

Stottern muss nicht alleine bewältigt werden. In unseren Gruppentherapien schaffen wir einen geschützten Raum, in dem Kinder andere stotternde Kinder kennenlernen, sich austauschen und gemeinsam positive Erfahrungen mit Kommunikation sammeln können.

Der Kontakt zu anderen Betroffenen kann dabei eine wertvolle Ergänzung zur Einzeltherapie sein: Scham und Unsicherheit können abgebaut, Vermeidungsverhalten reduziert und das Vertrauen in die eigene Kommunikation gestärkt werden. Durch gegenseitiges Beobachten und Ausprobieren entsteht Modelllernen, während die Unterstützung der Gruppe die Motivation fördert. Gleichzeitig können erarbeitete Therapieinhalte spielerisch vertieft und in den Alltag übertragen werden.

 

Vorschulkinder | 4–6 Jahre – freitags um 13:00 Uhr – 60 Minuten

Bei unseren jüngsten Teilnehmern steht das spielerische Kennenlernen des Stotterns im Mittelpunkt. Die Kinder können erste Erfahrungen mit anderen stotternden Kindern sammeln, Gemeinsamkeiten entdecken und spielerisch mit den Inhalten der Stottertherapie vertraut werden.

 

Schulkinder | 6–12 Jahre – freitags um 14:00 Uhr – 90 Minuten

Gemeinsam vertiefen wir die Inhalte der Einzeltherapie, lernen voneinander und schaffen eine gemeinsame Basis, um uns auf Augenhöhe über das eigene Stottern auszutauschen. Dabei geht es nicht nur um therapeutische Inhalte, sondern vor allem darum, Kommunikation in der Gruppe positiv zu erleben und mehr Sicherheit für den Alltag zu entwickeln.

 

Warum Gruppentherapie?

Als selbst betroffener Stotterer weiß ich aus eigener Erfahrung, wie wertvoll der Kontakt zu anderen Menschen sein kann, die ähnliche Erfahrungen machen. Gemeinsam zu lernen, sich auszutauschen und zu erleben, dass man mit dem eigenen Stottern nicht alleine ist, kann den therapeutischen Prozess nachhaltig unterstützen.

 

Die Gruppentherapie bietet Raum für:

  • Kontakt zu anderen stotternden Kindern

  • positive Erfahrungen mit Kommunikation

  • Abbau von Scham und Unsicherheit

  • Transfer der Therapieinhalte in den Alltag

  • Lernen am Modell

  • Reduzierung von Vermeidungsverhalten

  • Motivation und Unterstützung durch die Gruppe

Stottern ist eine Störung des Redeflusses, bei der das flüssige Sprechen wiederholt und unwillkürlich unterbrochen wird. Typisch sind Wiederholungen von Lauten, Silben oder Wörtern („k-k-kann“), Dehnungen von Lauten („mmmmama“) sowie Blockierungen, bei denen ein Wort trotz Sprechabsicht zunächst nicht herauskommt.

Stottern ist jedoch mehr als das, was man hört. Je nach Ausprägung können körperliche Anspannung, Mitbewegungen oder das Vermeiden bestimmter Wörter und Sprechsituationen hinzukommen. Auch Gedanken und Gefühle rund um das Sprechen – etwa Unsicherheit, Anspannung oder die Sorge vor dem Stottern – können eine Rolle spielen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen entwicklungsbedingten Sprechunflüssigkeiten, die bei jungen Kindern auftreten können, und Stottern als Redeflussstörung. Eine fachliche Diagnostik hilft dabei, die Sprechweise differenziert einzuschätzen und zu klären, ob und welche Unterstützung sinnvoll ist.

Stottern beginnt häufig im frühen Kindesalter. Dabei kann die Ausprägung stark schwanken: Ein Kind spricht zeitweise nahezu flüssig und stottert zu anderen Zeiten deutlich mehr. Solche Veränderungen können unter anderem von der jeweiligen Sprechsituation, den sprachlichen Anforderungen und der individuellen Tagesform beeinflusst werden.

In der Diagnostik betrachten wir deshalb nicht nur, wie häufig ein Kind stottert. Entscheidend ist auch, wie es stottert, ob Anspannung oder Begleitbewegungen auftreten und wie das Kind selbst auf sein Sprechen reagiert. Ebenso wichtig ist, ob es beginnt, Wörter auszutauschen, weniger zu sprechen oder bestimmte Situationen zu vermeiden.

Bei Kindern und Jugendlichen beziehen wir die Eltern beziehungsweise Bezugspersonen eng mit ein. Ziel ist es, einen sicheren und unterstützenden Umgang mit dem Stottern zu entwickeln und gleichzeitig die kommunikative Teilhabe und Sprechfreude des Kindes zu stärken.

Bei Erwachsenen besteht Stottern häufig bereits seit der Kindheit. Die sicht- und hörbaren Symptome können dabei sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Menschen stottern deutlich, andere haben im Laufe der Zeit Strategien entwickelt, mit denen sie ihr Stottern teilweise verbergen – beispielsweise durch Wortersetzungen, Satzumstellungen oder das Vermeiden bestimmter Situationen.

Deshalb lässt sich die individuelle Belastung nicht allein daran erkennen, wie stark das Stottern von außen wahrnehmbar ist. Telefonate, Vorstellungsrunden, Gespräche im beruflichen Umfeld oder spontanes Sprechen können mit erheblicher Anspannung verbunden sein, auch wenn Außenstehende nur wenig Stottern bemerken.

In der Therapie berücksichtigen wir daher sowohl die Sprechsymptomatik als auch den persönlichen Umgang mit dem Stottern. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Veränderungen für die betroffene Person im Alltag tatsächlich relevant sind.

 

Eine Stottertherapie wird individuell auf das Alter, die Symptomatik und die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt. Grundlage ist zunächst eine ausführliche Diagnostik. Dabei erfassen wir die Art und Ausprägung des Stotterns sowie mögliche Begleitsymptome, Vermeidungsverhalten und die Auswirkungen auf Kommunikation und Alltag.

Je nach Alter und therapeutischem Ansatz können unterschiedliche evidenzbasierte Verfahren zum Einsatz kommen. Dazu gehören beispielsweise Methoden zur Veränderung des Stotterns sowie Verfahren, die auf eine Veränderung der Sprechweise und eine höhere Sprechflüssigkeit abzielen. Bei Kindern kann die therapeutische Arbeit zusätzlich oder schwerpunktmäßig über die Eltern und das kommunikative Umfeld erfolgen.

Therapie bedeutet dabei nicht nur, an einzelnen Sprechsymptomen zu arbeiten. Ein wichtiges Ziel kann ebenso sein, Sicherheit im Sprechen zu entwickeln, Vermeidungsverhalten abzubauen und die eigene kommunikative Handlungsfähigkeit zu erweitern.

Dabei steht nicht nur der Redefluss im Mittelpunkt, sondern auch die Sicherheit und Lebensqualität in der Kommunikation.

Gerade beim Thema Stottern entstehen häufig viele Fragen: Ist das noch eine normale Sprechunflüssigkeit? Sollten wir abwarten oder das Stottern bereits abklären lassen? Wie reagieren wir, wenn unser Kind stottert? Und wie können Eltern, Angehörige oder pädagogische Fachkräfte unterstützen?

In einer Beratung nehmen wir uns Zeit, die individuelle Situation einzuordnen und Fragen zum Stottern verständlich und fachlich fundiert zu beantworten. Bei Kindern kann eine Beratung auch unabhängig von einer anschließenden Therapie hilfreich sein. Gemeinsam besprechen wir, ob eine weiterführende Diagnostik oder Behandlung angezeigt ist und welche nächsten Schritte sinnvoll sein können.

Sie interessieren sich für eine Einzeltherapie oder Gruppentherapie bei Stottern oder möchten wissen, welches therapeutische Setting für Sie oder Ihr Kind geeignet ist?

Neben der individuellen Einzeltherapie bieten wir ein speziell entwickeltes Gruppenkonzept für Menschen, die stottern, an. Welches Angebot passend ist, richtet sich unter anderem nach Alter, individuellen Bedürfnissen und therapeutischer Zielsetzung.

Für Fragen zur Einzel- oder Gruppentherapie sowie zu unserem Gruppenkonzept können Sie sich gerne über unser Kontaktformular an uns wenden. Wir besprechen mit Ihnen die nächsten Schritte und informieren Sie über die Möglichkeiten einer Therapie in unserer Praxis.

Kontakt

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